SCHLIESSEN

Einstellung konfessionsloser Menschen zu Kirche und Religion

Eine empirische Untersuchung der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

Gelingender Dialog ermöglicht es der Kirche, ihre gesellschaftliche Verantwortung auch denjenigen gegenüber, die ihr nicht angehören, wahrzunehmen. Die Ergebnisse einer von uns durchgeführten Umfrage sollen helfen, mögliche Anknüpfungspunkte für den Dialog mit Konfessionslosen zu finden.

Die Verteilung der Fragebögen erfolgte im Schneeballsystem v.a. über Chöre, Diakonie und Kindergärten. Außerdem bestand die Möglichkeit, den Fragebogen online auszufüllen. Durch den Verteilmodus ist die Umfrage nicht repräsentativ, aber aufgrund der Datenmenge dennoch aussagekräftig. Bei einer Rücklaufquote von 25% konnten 498 Fragebögen ausgewertet werden, 263 davon von Konfessionslosen, also Nichtmitgliedern.

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Ohne Gott?

Konfessionslosigkeit – Ein Überblick.

Diese Broschüre verfolgt das Ziel, auf kleinem Raum möglichst umfassend darzustellen, wodurch Konfessionslosigkeit charakterisiert wird. Dabei wird der Versuch unternommen, nicht ausschließlich auf die großen christlichen Kirchen Bezug zu nehmen. Dadurch soll der gesellschaftlichen Realität Rechnung getragen werden, dass konfessionslose Menschen sich selbst nur selten über ihre Nichtmitgliedschaft in einer Kirche definieren. Diese Nichtmitgliedschaft ist oft so selbstverständlich, dass keine individuelle Auseinandersetzung damit erfolgt. Hier sollen also nicht Kirchenaustrittsgründe etc. im Mittelpunkt stehen, sondern letztlich ganz allgemeine Fragen danach, welchen Stellenwert Religion hat und was gegebenenfalls an ihre Stelle tritt. Auch wenn, wie zu sehen sein wird, Konfessionslosigkeit im Folgenden als Nichtmitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft verstanden werden soll, ist die hier relevante Bezugsgröße eher die Religion als die Institution.

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Miteinander

Projekte mit Kirchenfernen - Ein Leitfaden.

Gott lässt sich nicht nur innerhalb der Kirche finden – mit dieser Einsicht verbindet sich die Aufforderung an die Kirche, auch mit Außenstehenden (Konfessionslosen) den Dialog zu suchen, Gemeinschaft zu ermöglichen und in diesem Sinne voneinander zu lernen. Auch Dietrich Bonhoeffer war davon überzeugt, dass Kirche ohne die anderen nicht gedacht werden kann: „Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. […] Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend.“

Doch was bedeutet das? Wie kann die Kirche neu oder wieder auf diejenigen zugehen, die ihr noch nie angehörten oder, aus welchen Gründen auch immer, ausgetreten sind?

Die nachfolgenden Abschnitte mit Beispielen aus der Praxis und die Fragen zum Weiterdenken nehmen sowohl die Erfahrungen aus Projektbesuchen wie auch die Ergebnisse diverser Umfragen, beispielsweise unserer Studie „Einstellungen konfessionsloser Menschen zu Kirche und Religion“, auf. 

Sie beleuchten einige Aspekte, die uns aus unseren bisherigen Erkenntnissen wichtig erscheinen, und wollen Hinweise zur Planung und Durchführung von gemeinsamen Projekten mit Kirchenfernen geben. 

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