SCHLIESSEN

Assoziationen zum Thema "Gott"

"Wenn ich Gott höre, denke ich an..."

Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen der Kirche fernstehen, zeigen mit ihren Fotos ihre Assoziationen zum Thema „Gott“. Die entstandenen Bilder offenbaren eine überraschende Vielfalt: Zu sehen sind Fotos, die „das Göttliche“ im weitesten Sinne symbolhaft darstellen, Kritik und offene Fragen dokumentieren oder mit Elementen religiöser Praxis spielen.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand aus der Beobachtung, dass in der Wahrnehmung Vieler Kirche und Religion fast deckungsgleich sind. So kommt es, dass sich immer wieder Menschen vom christlichen Glauben abwenden, wenn sie von der Kirche oder einzelnen ihrer Vertreter enttäuscht sind. Umgekehrt übertragen von Gott Enttäuschte ihren Ärger oft in Kritik an der Kirche als der vermeintlich zuständigen Instanz. Andere nennen sich selbst nur deshalb Atheist, weil sie kein Kirchenmitglied sind, unabhängig von ihren vielleicht dennoch vorhandenen religiösen Vorstellungen. Auch viele Kirchenmitglieder selbst vermuten nur in den Kirchen und anderen etablierten Religionsgemeinschaften Religiosität und fragen sich, wie sich ein Leben lebt, das man nicht in ein höheres Ganzes eingebettet sieht, wo nichts zu sein scheint, was Halt gibt.

Wir denken: So ein Leben gibt es kaum. Fast jeder glaubt an etwas, dass ihn sich als Teil eines Ganzen fühlen lässt, als notwendig. Das mag ein Gott sein, in dem man sich aufgehoben, der Kreislauf der Natur, in den man sich eingebettet, oder eine Gemeinschaft, in der man sich geborgen fühlt. Das ist nicht dasselbe, aber es wirkt sich ganz ähnlich aus – es gibt dem Leben Sinn.

Mit diesen Gedanken traten wir an ambitionierte Amateurfotografen heran, die alle der Kirche fernstehen. Sie hatten entweder in ihrem Leben kaum Berührung mit ihr oder sind ausgetreten, sie stehen ihr teilweise sehr kritisch gegenüber oder finden sie eigentlich ganz gut, wollen aber nicht eintreten. Einige setzen sich intensiv mit christlichen Glaubensvorstellungen auseinander, sie zweifeln an Gott und dokumentieren das mit ihren Bildern. Andere zeigen ihre ganz individuellen Bilder des Göttlichen und seines Wirkens, so, wie sie es sich vorstellen. Einige denken sofort an Kirche mit ihrer Praxis und ihren Symbolen, wenn sie „Gott“ hören, andere an die Konflikte, die das Aufeinandertreffen verschiedener Weltbilder oft mit sich bringt.

Auf 65 Fotos ist ein breites Spektrum an Assoziationen zu unserem Thema entstanden. Wir hoffen, dass Menschen ganz unterschiedlicher Weltanschauung über die Fotos miteinander ins Gespräch kommen und dann vielleicht doch die eine oder andere Gemeinsamkeit entdecken. Eine der Fotografinnen drückte es so aus: „Die Menschen sitzen vielleicht auf verschiedenen Stühlen, die auch alle anders aussehen. Aber letztendlich schauen sie doch alle in dieselbe Richtung und wollen alle etwas zum Anlehnen!“

Den Katalog zur Ausstellung können Sie für fünf Euro zzgl. Versandgebühr per Mail bei uns bestellen.

Katalog bestellen

 

 

Stimmen zur Ausstellung - Gästebucheinträge

Wenn ich Gott höre, denke ich an...

 

… Trost, aber manchmal auch an Kirchensteuern!

… Glaubenskriege, Bibel & lange Kirchenreden, aber auch an Gemeinschaft – alles ist EINS & sich finden in Musik &/oder Stille.

… an unserer Kirche in Hoensbroch, da wo ich zu hause war, und an meine Mutter und Vater, und ihren Kinder. Fam. Jennes (Mary) Scheinveld. Nederland.

Unvollständig sein dürfen / Unzensiert / Sünde = Trennung von Gott und damit von der Liebe / Ist mir schon vergeben. Ich darf so sein, wie ich bin.

Vielleicht sollten wir mal den ersten Schritt machen, wenn wir das tägliche Elend sehen – ich bin überzeugt, dass sich dann die Frage“ Gott, warum lässt du das zu?“ erübrigt. G.

… daran, dass wir immer in Gefahr sind „überzuschnappen“ und uns für mächtiger zu halten, als wir sind. GG

Bei soviel Elend kann es keinen Gott geben! Oder doch?

… an die vielen Gräuel und Unmenschlichkeiten, die in seinem Namen geschehen. Welcher Gott? C.G., Berlin

Es ist nicht Gott, der das Elend über die Menschen bringt. Es sind wir, die Menschen selbst. Ich glaube an Gott! D. Haupt, Mainz

Hier fühle ich mich wohl und sicher, an dem heiligen Ort der Kirche, bei dir. 4.6.15, Sandra Br.